Projekttage der 6A zum Thema „Migration & Integration“

Dienstag, 26 Februar 2019. Geschrieben in Projekte

Wir besuchten an den ersten drei Tagen ein Flüchtlingsheim, hörten uns Erfahrungen von betroffenen Jugendlichen und ihren Betreuern an und sammelten somit viele Informationen. Wir kümmerten uns um die Gestaltung eines Kochbuches mit Speisen aus den Herkunftsländern von Flüchtlingen, wir kochten und erarbeiteten sowohl eine kleine Umfrage als auch ein Spiel zum Thema Kochen. Andere von uns gingen auf die Straße, holten dort Meinungen zu unserem Thema ein und werteten diese anschließend aus. Das Highlight der Woche war dann die Präsentation der Ergebnisse vor einer anderen Klasse. Besonderer Dank gilt einem Flüchtling aus Afghanistan, der am Freitag zu uns kam und viel zu berichten hatte.

Ziel war es, nicht nur ein großartiges Projekt auf die Beine zu stellen, sondern dieses als Klasse von Anfang bis zum Ende in Eigenverantwortung durchzuführen.  Das heißt, dass von den LehrerInnen bis auf das Schulmotto „In Vielfalt vereint“ nichts vorgegeben wurde. Schrittweise einigten wir SchülerInnen uns zunächst auf ein zum Schulmotto passendes eigenes Thema, dann überlegten wir uns Untergruppen, bis letztlich für jeden Schüler und jede Schülerin ein Wochenplan feststand. Die LehrerInnen unterstützten unsere Arbeit.

So begann nun die Woche. Alle arbeiteten fleißig und konzentriert in den Gruppen an ihren Projekten. Im Flüchtlingsheim etwa erhielten wir viele Informationen über das Asylverfahren, ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und den Zivildienst. Wir backten gemeinsam mit den Jugendlichen Pizza, spielten mit ihnen UNO und Tischtennis und unterhielten uns mit ihnen über ihr Leben. Anschließend arbeiteten wir an den Präsentationen. Die Kochgruppe erstellte eine PowerPointPräsentation über die syrische, afghanische und persische Küche, ein Kahoot und als Höhepunkt gab es sogar etwas Gekochtes aus dem selbst gestalteten Kochbuch. Die Interview-Gruppe verbrachte die Projekttage damit, eine Umfrage mit Fragen passend zum Thema, sowohl in der Schule als auch in einigen Bezirken wie zum Beispiel dem 1. und dem 16., durchzuführen. Die Fragebögen und Interviews wurden anschließend ausgewertet und die Ergebnisse in übersichtlicher Weise auf Plakaten festgehalten. 

Am Freitag standen dann die Präsentationen auf dem Programm, denen in diesem Jahr insofern mehr Gewicht zukam, als die Ergebnisse einer anderen Klasse vorgestellt wurden. Unsere sogenannte Partnerklasse, die 5C, erfuhr Wissenswertes, durfte ausländische Speisen verkosten und ihr gewonnenes Wissen bei einem Kahoot-Spiel anwenden. Der Besuch und die Erzählungen des afghanischen Flüchtlings werteten unsere Präsentationen zusätzlich auf. Er sprach über sein Schicksal – und natürlich auch über die Essgewohnheiten in seinem Land. Sein Besuch verlieh den Präsentationen besondere Glaubwürdigkeit.

Alles in allem waren es sehr schöne und gelungene Tage, die die gesamte Klasse sehr genossen hat. Nicht zuletzt möchten wir unseren Lehrpersonen, Herrn Prof. Annerl, Frau Prof. Steiner und Herrn Prof. Pilat, für die gute Begleitung vor und während der Projektwoche danken.